Kommt Ihnen das bekannt vor? Die Antriebe laufen unauffällig, doch der Energieverbrauch steigt unerwartet. Sicherungen oder Schutzorgane lösen ohne erkennbaren Grund aus, Steuerungen reagieren sporadisch fehlerhaft, und Transformatoren werden spürbar wärmer als gewohnt. Viele Betreiber elektrischer Anlagen suchen in solchen Fällen zunächst nach defekten Bauteilen.
Dabei liegt die eigentliche Ursache häufig tiefer im Netz selbst: bei Oberschwingungen.
Was sind Oberschwingungen und warum entstehen sie?
Oberschwingungen (auch Oberwellen genannt) sind unerwünschte Verzerrungen der sinusförmigen Netzspannung bzw. des Netzstroms. Sie entstehen überall dort, wo leistungselektronische Komponenten, etwa Frequenzumrichter, Gleichrichter oder Servoantriebe, nichtlinear Strom aus dem Netz ziehen. Gerade in modernen, hochautomatisierten Antriebssystemen mit B6-Gleichrichtern ist das heute die Regel, nicht die Ausnahme.
Das Problem: Oberschwingungen bleiben selten lokal begrenzt. Je nach Netzstruktur und angeschlossenen Verbrauchern können sie sich über weite Teile des Versorgungsnetzes ausbreiten und auch benachbarte, eigentlich unbeteiligte Anlagenteile beeinträchtigen.
Diese Folgen können Oberschwingungen im Betrieb auslösen
- Erhöhter Energieverbrauch durch zusätzliche elektrische Verluste
- Verkürzte Lebensdauer von Transformatoren durch thermische und elektrische Zusatzbelastung der Isolation
- Netzresonanzen mit instabilem Betriebsverhalten
- Messfehler in angeschlossenen Messsystemen
- Fehlauslösungen von Schutzorganen durch zusätzliche thermische oder elektrische Belastungen
- Störungen von Steuerungs-, Kommunikations- oder EDV-Systemen
Diese Effekte wirken sich direkt auf Betriebssicherheit, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit einer Anlage aus – oft schleichend und ohne dass die eigentliche Ursache sofort erkennbar ist.
Die Lösung: Oberschwingungen direkt an der Quelle reduzieren
Statt Symptome zu bekämpfen, setzt der REOWAVE®passive genau dort an, wo die Störungen entstehen. Der passive Oberwellenfilter wird zwischen Netz und Last installiert und reduziert die Stromharmonischen direkt an ihrem Ursprung – bevor sie sich im übrigen Netz ausbreiten und andere Anlagenteile beeinflussen können.
Ein konkretes Beispiel aus der Praxis verdeutlicht die Wirkung bei 400 V:
| Ohne REOWAVE®passive | Mit REOWAVE®passive | |
| Strom | 27 A | 15 A |
| I5 (5. Harmonische) | 77 % | 3,9 % |
| I7 (7. Harmonische) | 59 % | 3,0 % |
| THDI | > 100 % | < 5 % |
Der reduzierte Strom und die deutlich niedrigeren Stromharmonischen können bereits bei der Planung neuer Anlagen eine wirtschaftlichere Dimensionierung nachgelagerter Komponenten wie Sicherungen, Leitungen und Transformatoren ermöglichen. Dadurch lassen sich sowohl Investitionskosten als auch die laufenden Betriebskosten reduzieren.
Weitere Vorteile im Überblick
Einfache Integration: Der REOWAVE®passive lässt sich unkompliziert in bestehende Anlagen einbinden.
Für die Installation genügt der Anschluss von Ein- und Ausgang. Direkt nach der Inbetriebnahme beginnt der Filter mit der Reduzierung der Oberschwingungen.
Intelligente Kühlung: Ein integrierter Thermostat steuert den Kühlbetrieb bedarfsgerecht; der Lüfter läuft nur bei tatsächlichem Bedarf. Das schont Ressourcen und erhöht die Lebensdauer.
Klare Systemabgrenzung: Dank integrierter Netzdrossel wird gezielt nur der eigene Anlagenbereich entstört. Oberschwingungen aus dem übergeordneten Netz werden nicht aktiv gefiltert – die Wirkungsweise bleibt eindeutig definiert.
Skalierbar: Bei erhöhtem Leistungsbedarf lassen sich zwei REOWAVE®passive-Geräte parallel betreiben, sodass sich die Filterleistung flexibel an die jeweiligen Anlagenanforderungen anpassen lässt, ganz ohne grundlegende Systemänderungen.
Fazit: Stabile Netzqualität als Basis für effiziente Produktion
Oberschwingungen sind unsichtbar, aber ihre Folgen sind es nicht. Zusätzliche Energieverluste, verkürzte Lebensdauer von Komponenten und ungeplante Störungen können die Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit einer Anlage erheblich beeinträchtigen.
Mit dem REOWAVE®passive lassen sich Stromharmonische direkt an ihrer Entstehungsstelle reduzieren – für eine höhere Netzqualität und einen zuverlässigen Anlagenbetrieb.


