Nicht jedes EMV-Problem lässt sich mit einem Standardprodukt aus dem Katalog lösen. Unterschiedliche Anlagen, Frequenzumrichter, Leistungselektronik, Einbausituationen und Umgebungsbedingungen können ganz eigene Anforderungen erzeugen. Genau hier beginnt eine der besonderen Stärken von REO: die Entwicklung kundenspezifischer EMV-Filter, Drosseln und Filterlösungen, die gezielt auf die jeweilige Anwendung abgestimmt werden.
Dabei geht es nicht einfach darum, bestehende Komponenten geringfügig zu verändern. Entscheidend ist vielmehr die Frage: Welches Problem muss in der konkreten Anwendung gelöst werden?
Diese Herangehensweise macht REO vom Komponentenhersteller zum technischen Problemlöser.
EMV-Probleme sind so individuell wie die Anwendung
Mit zunehmender Automatisierung, Digitalisierung und dem Einsatz moderner Leistungselektronik steigt auch die Bedeutung der elektromagnetischen Verträglichkeit. Frequenzumrichter, schnelle Schaltvorgänge und elektronische Leistungssteller können leitungsgebundene Störungen, Oberschwingungen, Spannungsspitzen und weitere unerwünschte Effekte verursachen.
EMV-Filter dienen unter anderem dazu, leitungsgebundene Störungen zu unterdrücken. REO bietet hierfür beispielsweise Einphasen– und Dreiphasen-Netzfilter, DC-Filter, Oberwellenfilter, Sinusfilter, du/dt-Filter, Hochstromfilter und Filterkombinationen an.
Doch genau hier liegt der entscheidende Punkt: Ein vorhandener Filtertyp muss noch lange nicht automatisch die optimale Lösung für jede Anlage sein.
Je nach Störspektrum, elektrischer Auslegung und Einsatzbedingungen kann es erforderlich sein, eine Filterlösung gezielt an die Anwendung anzupassen.
Filter gezielt auf die vorhandene Störung abstimmen
Bei anspruchsvollen EMV-Problemen reicht es deshalb nicht aus, lediglich einen möglichst großen oder leistungsstarken Filter einzusetzen.
Vielmehr muss betrachtet werden, welche Störungen tatsächlich auftreten und wo sie entstehen.
REO kann hierfür Messdaten analysieren und Power-Quality-Probleme wie Oberschwingungen, Spannungseinbrüche oder Blindleistungen untersuchen. Auf Grundlage der gewonnenen Daten lässt sich anschließend eine geeignete Produktlösung individuell konfigurieren. REO beschreibt dabei selbst einen Prozess von der Problemanalyse über die kundenspezifische Produktauslegung und eigene Entwicklung bis hin zur Systemlösung.
Das bedeutet beispielsweise: Treten in einer Anwendung bestimmte störende Frequenzbereiche oder Störspitzen auf, kann die Filterauslegung gezielt auf diese Anforderungen abgestimmt werden.
Gerade bei komplexen Maschinen und Anlagen kann dieser Unterschied entscheidend sein.
Kundenspezifisch bedeutet elektrisch und mechanisch
Die individuelle Anpassung endet bei REO jedoch nicht an der elektrischen Auslegung.
Auch die mechanischen Anforderungen können Teil einer kundenspezifischen Lösung sein.
Ein vorhandener Bauraum kann beispielsweise eine bestimmte Geometrie erfordern. Eine Drossel muss möglicherweise liegend statt stehend montiert werden. Gehäuse, Befestigung, Abmessungen oder Einbausituation können von einer Standardausführung abweichen.
Bei REO Hochstromfiltern sind beispielsweise unterschiedliche Gehäusevarianten für unterschiedliche Umgebungsbedingungen vorgesehen. Die Produktbereiche von REO zeigen außerdem, dass die Konstruktion von Komponenten eng mit Kühlung, mechanischer Belastung und der jeweiligen Anwendung verbunden werden kann.
Damit besteht eine kundenspezifische Lösung häufig aus zwei Ebenen:
Elektrisch muss die Komponente das Problem lösen. Mechanisch muss sie in die Anwendung passen. Erst wenn beides zusammenkommt, entsteht eine Lösung, die sich sinnvoll in das Gesamtsystem integrieren lässt.
Kundenspezifische Drosseln für besondere Anforderungen
Dasselbe Prinzip gilt für Drosseln.
Netzdrosseln, Motordrosseln, Zwischenkreisdrosseln, DC-Drosseln oder andere induktive Komponenten erfüllen innerhalb elektrischer Anlagen unterschiedliche Aufgaben. Je nach Anwendung können unter anderem Oberschwingungen reduziert, Stromspitzen gedämpft oder unerwünschte Frequenzen beeinflusst werden.
Aber auch hier können besondere Einbauverhältnisse, elektrische Kennwerte oder mechanische Vorgaben eine individuelle Auslegung erforderlich machen.
REO beschreibt beispielsweise Prüfdrosseln als Komponenten, die in der Regel speziell auf ihre jeweilige Anwendung ausgelegt werden. Gleichzeitig wird auf den Produktseiten ausdrücklich die individuelle Entwicklung technisch passender Lösungen für den tatsächlichen Bedarf angeboten.
Damit lässt sich nicht nur die elektrische Funktion betrachten, sondern das Bauteil als Bestandteil des gesamten Systems.
Vom EMV-Problem zur passenden Lösung
Gerade bei EMV-Problemen ist diese Vorgehensweise besonders wertvoll.
Statt lediglich verschiedene Standardfilter auszuprobieren, kann zunächst die Ursache betrachtet werden. Messungen können dabei helfen, vorhandene Störungen sichtbar zu machen und zu beurteilen. Anschließend lässt sich bestimmen, welche Filtertechnik oder Kombination aus Filter und Drossel für die konkrete Situation sinnvoll ist.
REO verbindet hierzu Messtechnik, Entwicklung und eigene Komponentenfertigung. Auf der Schweizer Website wird ausdrücklich die kundenspezifische Auslegung eines Produktes oder einer Produktkombination auf Grundlage der ermittelten Anforderungen beschrieben.
So kann aus einem zunächst schwer greifbaren EMV-Problem eine technisch definierte Aufgabenstellung werden. Und aus dieser Aufgabenstellung entsteht die passende Komponente.
Wenn das Standardprodukt nicht zum Problem passt
Standardisierte Produkte bleiben für viele Anwendungen die richtige und wirtschaftliche Lösung. Doch industrielle Anwendungen halten sich nicht immer an Standardbedingungen.
Besondere Störfrequenzen, begrenzte Einbauräume, außergewöhnliche Montagepositionen oder spezielle elektrische Anforderungen können dazu führen, dass eine vorhandene Standardlösung nicht optimal funktioniert.
Genau an diesem Punkt setzt die kundenspezifische Entwicklung von REO an.
Ob EMV-Filter, Netzfilter, Drossel, Filterkombination oder eine mechanisch angepasste Ausführung: Entscheidend ist nicht, welches Produkt bereits im Regal liegt, sondern welche technische Lösung die Anwendung benötigt.
REO als Problemlöser für anspruchsvolle Anwendungen
Die besondere Stärke liegt deshalb nicht ausschließlich im breiten Produktportfolio. Sie liegt in der Möglichkeit, vorhandenes Know-how aus Filtertechnik, Leistungselektronik, Drosselentwicklung, Messtechnik und Konstruktion miteinander zu verbinden.
REO kann EMV-Probleme analysieren und Komponenten speziell auf anspruchsvolle Projekte abstimmen. Das Unternehmen beschreibt dabei selbst maßgeschneiderte Lösungen, die in enger Abstimmung mit Kunden entwickelt werden.
Für Maschinenbauer, Anlagenbauer, Entwickler und Betreiber bedeutet das:
Wenn ein Standardfilter nicht passt, muss nicht zwangsläufig die Anwendung an den Filter angepasst werden. Stattdessen kann die Filterlösung an die Anwendung angepasst werden.
Genau darin liegt der Unterschied zwischen einem Standardprodukt und einer kundenspezifischen Lösung.
Sie haben eine besondere EMV-Anforderung, eine ungewöhnliche Einbausituation oder eine Störung, die sich mit Standardkomponenten nicht zuverlässig beherrschen lässt? Sprechen Sie mit den Spezialisten von REO über Ihre Anwendung.
Gemeinsam kann aus einem individuellen Problem eine passende technische Lösung entstehen.


